Auszeit
Die Blätter kehren das Weiß nach oben
Der Wind zaust die Seiten im Buch
Die Leute holen die Wäsche herein
Übers Land weht feiner Schwefelgeruch.
Kondensstreifen leuchten im toten Winkel,
Alles wie immer, obwohl irgendwas stört.
Das Weiß in deinen Augen glänzt heller als sonst.
Das Hintergrundrauschen hat aufgehört.
Der Tag nimmt Auszeit und probt die Nacht,
Der Letzte, der ging hat das Licht ausgemacht.
Ein kleines Boot allein auf dem See
Wellen schwappen plötzlich hoch
Was, wenn jetzt alles anders wird?
Wie lang trägt das Wasser noch?
Gesicht im Sturm und der kommt immer von vorn
Der Stöpsel ist draußen, man spürt den Sog
Jetzt ist der am besten dran,
der rechtzeitig Mondlicht auf Flaschen zog.
Der Tag nimmt Auszeit und probt die Nacht,
Der Letzte, der ging hat das Licht ausgemacht.
Die Ahnung vom Ende kam nur zu Besuch,
Der Wind legt die Buchseiten nieder
Die Leute hängen die Wäsche raus
Die Vögel singen wieder.
Der Tag nahm Auszeit und probte die Nacht,
Der Erste, der kam hat das Licht angemacht;
Der Tag nahm Auszeit und probte die Nacht,
Der Erste, der kam hat das Licht angemacht.
